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Geschichte
der Pfadfinder und Pfadfinderinnen
Die Entstehung der Pfadfinderbewegung ist auf das Engste mit dem Namen
des Engländers Robert Baden-Powell, oft kurz BiPi genannt, verbunden.
Dieser hat 1907 als Antwort auf die gesellschaftspolitische Situation
der damaligen Zeit (große Jugendarbeitslosigkeit, Klassenkämpfe
zwischen den gesellschaftlichen Schichten ) eine Jugendbewegung gegründet,
deren Ziel es war, die kreative Entfaltung der Persönlichkeit zu
fördern. Zusätzlich war es Baden-Powell ein Anliegen, die kleine
Gemeinschaftsform, die der der Jugendliche durch Selbsttätigkeit
zu Selbständigkeit und zum Verantwortungsbewusstsein erzogen wird
zu fördern, um den Jugendlichen auf die Erfordernisse des täglichen
Lebens vorzubereiten. Mit diesen Grundsätzen erteilter er dem damals
üblichen Massendrill eine klare Absage.
Während eines kleinen Lagers mit 20 Buben aus verschiedenen sozialen
Schichten erprobte Baden-Powell 1907 auf den Kanalinsel Brownsea die Grundgedanken
des Pfadfindertums.
Bereits 1908, nachdem Baden-Powell seine Grundüberlegungen in einem
Buch "Scouting for Boys" veröffentlicht hatte, formierten
sich im ganzen Land Gemeinschaften von Buben, die nach den darin niedergelegten
Gedanken leben wollten. Innerhalb weniger Jahre gab es in England bereits
über 100.000 Buben und in steigendem Maß auch Mädchen,
die sich zu dieser neuen Idee bekannten.
Der
Druck von "unten" führte zur Gründung der Pfadfinderinnen
und wurde schließlich so groß, dass Baden-Powell 1910 beschloss,
sich hauptamtlich der Jugendarbeit zu widmen. Baden-Powells Schwester
Agnes übernahm die Leitung der Pfadfinderinnen, später seine
Frau Olave.
1920
kamen Pfadfinder aus aller Welt zum ersten internationalen Treffen nach
London. Seither fand, von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle vier Jahre
ein solches Weltpfadfindertreffen - Jamboree genannt - statt. "Jamboree"
kommt aus dem Indianischen und bedeutet "Friedliches Treffen aller
Stämme".
So entwickelte sich die Idee des Mannes, der ursprünglich nur eine
kleine Jugendgruppe gründen wollte, zur größten internationalen
Jugendbewegung mit weltweit 30 Millionen Mitgliedern.
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